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Themenhaufen: Persönliches, Chiefs Game, RB-Diskussion,

Heureka der Bengals-Blog ist noch nicht ganz Tod! Ich hab, heute endlich mal wieder ein bisschen Zeit gefunden ein paar Zeilen zu den Bengals zu verfassen. Sehr wahrscheinlich, werden die meisten dieser Zeilen während einem Modul an der Pädagogischen Hochschule entstehen aber es war mir wichtig, die wenigen Seelen die sich über den Bums hier freuen, nicht komplett hängen zu lassen. 

Lasst mich deshalb einsteigen, mit einer Erläuterung wieso die Dinge grade so sind, wie sie sind: 

Das Jahr 2022 hat mich auf mentaler Ebene so fest herausgefordert wie bisher noch keines meiner 24 Lebensjahre. Meine Ausbildung zum Lehrer verlief bis in den Frühling 22 sehr geschmeidig, bis mir plötzlich sehr viele Steine in den Weg gelegt wurden. Dies führte dazu, dass ich plötzlich sehr viel Zeit hatte und nicht so recht wusste, was ich damit anfangen soll. Dies hat zu einer echten Tiefphase für mich selbst geführt, mit wenig Perspektive. Um mir selbst wieder etwas Struktur zu geben, um die freie Zeit sinnvoll zu nutzen und um vor allem etwas zu tun was Spass machen soll, habe ich mich kurz vor der Football-Saison dazu entschieden diesem Blog hier zu starten und so viel sei gesagt, es war absolut die richtige Entscheidung. Mit dem Blog, hatte ich plötzlich wieder etwas, was zumindest aus meiner Perspektive sinnvoll war und was Planung und Struktur von mir verlangte. Der Blog half mir, mein Feuer nicht nur für die Bengals aber auch sonst wieder zu finden. Ich glaube das kam auch bei den meisten Leser:Innen so rüber und so eröffnete mir der Blog plötzlich Türen, die ich nie geglaubt hätte betreten zu können. Dank der Jungs vom German Jungle erreiche ich nun deutlich mehr Leute, durfte meinen Traum vom Podcasten erfüllen und vor allem habe ich endlich Leute gefunden mit denen ich Tag ein und Tag aus über Football schnacken kann. In einem Jahr, wo es persönlich wenig Highlights gab war, alles was rund um den German Jungle passiert ist definitiv eines davon. Grosser Dank an Eric, Rio, Steven, Thomas und Lukas!

Das war allerdings eine sehr lange Einleitung, für den eigentlichen Grund wieso momentan so wenig Content hier erscheint. Neben dem Studium , dass in stark reduzierter Form weiterläuft habe ich begonnen Mitte November Aushilfsmässig zu Arbeiten. Abgemacht war, dass ich dort zweimal die Woche aushelfen gehe. Leider leidet der Arbeitgeber unter starken Personalmangel und beorderte mich deutlich mehr als abgesprochen auf Arbeit. Dies kostetet mich unglaublich viel Energie und vor allem Zeit. Darunter litt der Blog merklich, weil kaum noch Content erschien und wenn, dann nicht die gewohnte Qualität. So zumindest mein Eindruck. Mit Ausblick auf Dezember und Januar und in teilen Februar kann ich allerdings sagen, dass bald wieder Output wie zu Beginn der Saison erwartbar ist. Versprechungen mache ich allerdings wie immer keine.

They Gotta Play Us!

Kommen wir zu dem, wieso ihr alle hier seid und das sind zweifelsohne die Bengals. Damit das grosse Spiel gegen die Kansas City Chiefs hier auf dem Blog nicht unkommentiert bleibt lasse ich dieser Einleitung einige meiner Gedanken zum Spiel folgen.

"They gotta Play Us" ist nicht nur irgend eine doofe Parole von Zac Taylor um sein Team heiss zu machen, sie vermittelt viel mehr eine Botschaft darüber, wie die Bengals im NFL-Kosmos einzuordnen sind: Die Bengals sind ein maximal unangenehmer Gegner, der dich Offensiv sowie auch Defensiv enorm Herausfordern kann. Und genau diesen Umstand haben wir vergangenen Sonntag gegen die Chiefs beobachten können: 

Die Chiefs konnten die ultra effiziente Quick-Game Offensive der Bengals einfach nicht stoppen. Getragen von einem akribisch agierenden Joe Burrow, fand sich die Bengals Offensive praktisch in jedem Drive in der Redzone wieder. Dort lag es dann manchmal am eigenen Unvermögen und manchmal einfach am Pech, dass man nicht immer die Punkte mitnehmen konnte. Der Takeaway davon ist, dass die Bengals momentan eine sehr hohe Baseline in der Offensive haben. Trotz diverserer kritischer Momente, gelingt es, erfolgreiche Drives zu gestalten und Punkte aufs Board zu zaubern. Und es zeigt auf, dass die Offensive nach wie vor nicht am Maximum ihrer Möglichkeiten spielt. Ein wahrhaftig angsteinflössender Gedanke.

Ähnliches lässt sich im Übrigen über die Performance der Defensive sagen. Die Bengals Defensiv ist einfach ultra effizient in dem was sie tun soll. Sie ist keine Defensive die dich mit ihren Pass Rush überrollt oder dir in Coverage alles weg nimmt aber sie hat sich die Fähigkeit angeeignet, dann die wichtigen Plays zu machen, wann wichtige Plays von ihr nötig sind. ALs Beispiele hierfür sind der Forced Fumble von Pratt und der Sack von Ossai zu nennen. Vor dem Spiel hatte ich mir ein wenig sorgen bezüglich der Pass-Coverage gemacht, nach dem Kansas-City Spiel lässt sich aber sagen, dass die Bengals auch ohne Awuzie denn Pass zumindest genügend gut verteidigen können.

Was tun mit den Runningbacks?

Joe Mixon war die letzten zwei Wochen im Concussion-Protokoll und konnte aus diesem Grund nicht an den Spielen teilnehmen. In seiner Abwesenheit hat sich der eigentlich klare Back-Up Samaje Perine zu einer echten alternative Mausern können. Perines Qualitäten liegen auf der Hand. Er läuft mit enorm viel Wille und Determination, ist schwer zu tackeln und fightet so für jedes Yard. Diese Qualitäten haben ihn schon das ein oder andere wichtige First-Down holen lassen. Mixon auf der Gegenseite ist der deutlich filigranere Runner, spielt mit enorm viel Patience und schafft damit eher mal auch einen Lauf in die Zweite oder Dritte Ebene zu bringen. Ihr seht, die beiden Spielertypen sind kaum zu vergleichen und beide haben durchaus ihre Qualität und vor allem haben beide ihre Daseinsberechtigung in dieser Offensive. Ich glaube nicht, dass ein Radikaler Umbruch von Mixon zu Perine der Way to go ist. Viel mehr denke ich wäre es sinnvoll, wenn man versucht die Qualitäten der beiden Spieler in Kombination einzusetzen. Das würde für mich so etwas wie ein 60/40 Split der Snaps bedeuten. Wenn es darum geht effizient die toughen Yards zu erlaufen oder ein wichtiges First Down über ein Check Down zu bekommen, dann sollte Perine auf dem Feld sein. Wenn es darum geht, den Gegner ins leere Laufen zu lassen oder den Runningback als Receiver einzusezten sollte eher Mixon spielen. Ich denke so eine Kombination der beiden könnte unserem Laufspiel tatsächlich nochmal einen Boost geben und macht es einen Schritt weit auch einfach unberechenbarer.

Somit bleibt mir wie immer nur noch eines übrig:


Who Dey!

🐅




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