Gestern war der erste Streich der zweite folgt sogleich. Anders als Max und Moritz hoffe ich das die Cincinnati Bengals keine Lumpereien im Kopf haben, wenn es um die anstehende Free Agency geht. In Teil 1 haben wir mit einem letzten Blick zurück auf das was war, die Grundlage gelegt, um jetzt gefestigt nach vorne schauen zu können.
In 2 Tagen ist der Start der der "Legal Tampering Period" Ab diesem Zeitpunkt an, dürfen Teams ganz offiziell mit allfälligen Neuverpflichtungen in Kontakt treten. Bis dahin täten die Bengals gut daran, einen klaren Plan für die vermutlich wildeste Woche des NFL-Kalenders zu haben. Ansonsten könnten sie am Ende der Woche in der Mühle landen. Max und Moritz wissen, wo von ich spreche.
Wer darf bleiben, wer muss gehen ?
Lasst uns also keine Zeit mehr mit Kindergeschichten verlieren und widmen wir uns dem seriösen eiskalten Business. Für die Bengals stehen einige schwierige Entscheidung an, da einige Säulen des Erfolgs der vergangene Jahre für das nächste Jahr nicht mehr unter Vertrag stehen. Die einzelnen Namen gehen wir jetzt durch:
Tee Higgins
Beim wohl grössten Namen auf dieser Liste haben die Bengals bereits letzte Woche vor der Combine ihre Karten auf den Tisch gelegt. Widereceiver Tee Higgins bleibt, dank des Franchise Tags, mindestens ein weiteres Jahr ein Cincinnati Bengal und kassiert dafür kommendes Jahr garantierte 21 Millionen.
Doch wie sicher können wir uns sein, dass Higgins nächstes Jahr tatsächlich noch auf einer Roster-Liste der Bengals steht? Gerade der Zeitpunkt des Franchise-Tags machte einige Experten stutzig. Der frühe Anwendung des Tags, wurde als Zeichen für die Teams an der Combine verstanden, dass die Bengals bereit sind, sich mögliche Tradeangebote zu ihrem zweitbestem Passempfänger anzuhören. Für mich persönlich war es eher ein Zeichen dafür, wie weit die Bengals und unsere aller Lieblings-Spieler-Agent David Mulugheta bezüglich eines neuen Arbeitspapieres für Higgins auseinanderliegen. Leider prallen mit Mulugheta und dem Cincinnati Front Office zwei Welten aufeinander, die weiter auseinander nicht sein könnten. Mulughetas ganzer Stolz als Spielerberater ist es, dass er möglichst viele Garantieren, auch über das erste Jahr hinaus, herausholt. Die Bengals auf der anderen Seite sind dafür bekannt, dass sie nicht wohl damit sind, hohe garantierte Summen herauszugeben, dafür du als Spieler aber wahrscheinlich auch nicht vor Vertragsende gecutted wirst. Bereits rund um die Personalie Jessie Battes konnten die beiden Parteien keinen gemeinsamen Nenner finden. Die Bengals, inklusive Joe Burrow, haben dennoch immer wieder betont, welch wichtiger Teil Higgins für diese Offensive ist und das sie weiter mit ihm planen. Der Franchise Tag ist die logische Schlussfolgerung aus dieser Patsituation. Zusätzlich war es ein schlauer Schachzug für die Franchise. Die Bengals behalten sich so alle Optionen offen und behalten jegliche Entscheidungsmacht. Wenn Tee Higgins bereits diese Saison den dicken Vertrag unterzeichnen will geht das nur in Cincinnati. Wenn sie jemand mit einem Tradeangebot aus den Socken haut, könnten sie immer noch von weiteren Assets und mehr Capspace profitieren.
Und das Wichtigste an alle dem? Wenn Higgins 2024 auf dem Roster der Cincinnati Bengals steht haben sie eine verdammt gute Chance, weiterhin eine verdammt gefährliche Offensive zu stellen.
Und das Wichtigste an alle dem? Wenn Higgins 2024 auf dem Roster der Cincinnati Bengals steht haben sie eine verdammt gute Chance, weiterhin eine verdammt gefährliche Offensive zu stellen.
DJ Reader
Was DJ Reader in den vergangen drei Jahren für dieses Bengals Defense geleistet hat wird nach wie vor massiv unterschätzt. Im Podcast oder auch hier auf dem Blog, geben wir alles daran hervorzuheben, welch integraler Bestandteil Reader für diese Bengals defensive war. Auch die Coaches, allen voran DC Lou Anarumo, heben dies in Interviews immer wieder hervor. Trotzdem ist die Entscheidung rund um Reader eine prekäre. Reader ist nicht mehr de jüngste und hat sich mitten in der Saison schwerwiegend verletzt. Wo steht er in seiner Wiedergenesung? Kann er wieder auf sein altes immenses Leistungsniveau zurückkommen? Wenn ja, wie lange kann er dieses noch halten? Was bieten ihm potenziell andere Teams und bist du bereit das mitzugehen? Alles Fragen welche die Bengals für sich beantworten müssen. So wie das Team über Reader spricht, kann ich mir gut vorstellen, dass man noch nicht bereit ist, die Zusammenarbeit mit Reader zu beenden. Aufgrund der Situation dürfte es aber nicht der dicke Vertrag werden, denn er auf Grund seiner Leistungen wohl verdient hätte. Es wird auf einen etwas kürzeren Vertrag hinauslaufen, damit sich Reader noch einmal als das Monster beweisen kann, dass er ist.
Joe Mixon
Und jährlich grüsst das Murmeltier. Mir kommt es es so vor als hätten wir vor genau einem Jahr bereits genau die selbe Diskussion rund um Mixon geführt. Der gute Mann verdient einfach verdammt viel Geld dafür, dass er das Rungame so mittelmässig wie möglich haltet. Ich verstehe, wenn ihn ihm viele einen wichtigen Spieler sehen, ist er doch seit langem ein Kapitän und hat auch vergangene Saison wieder 1400 Yards und mehr zur gesamten Offensive beigetragen. Diese Fakten klingen wirklich fantastisch und trotzdem sind wir uns alle einig, dass das Rungame seit Jahren das Hinkebein dieser Offensive ist und es einfach nicht konstant genug, gefährlich ist. Für mich ist das ein klares Zeichen, dass eine Veränderung herbeigeführt werden muss. Von dieser Veränderung, konnten wir bereits erste Duftmarker schmecken, als Ende Saison Chase Brown mehr Spielzeit erhalten hat und Explosivität auf der Runingbackposition plötzlich kein Fremdwort mehr war. Manchmal musst man Entscheidungen treffen, die im ersten Moment weh tun, um weiter voran zu kommen. Mixon fällt für mich in diese Kategorie.
Tyler Boyd & Chidobe Awuzie
Zwei Namen die kein Bengals-Fan so schnell vergessen wird. Tyler Boyd als Fels in Der Brandung im Slot und die perfekte Ergänzung zu den beiden Zugpferden auf den Aussenpositionen und Awuzie als der Name der aus dem Nichts kam, die CB1-Rolle an sich riss und darin mehr als Überzeugen konnte. Bei beiden ist aber für mich klar, dass man sie in der Free Agency ziehen lassen wird. Bei Boyd um im Slot jungen und günstigeren Talenten (Jones) eine Chance zu geben. Bei Awuzie, weil er nach seiner Kreuzbandverletzung, leider nie mehr ganz der alte war und auch hier junge Talente (CTB, Taylor) auf ihre Chance lauern.
Somit bleibt mir wie immer nur noch eines übrig:
WHO DEY!
🐅
(Andrea)
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