Die NFL Saison 2023/2024 haben ist vor gut 2 Wochen zu Ende gegangen. Den Super Bowl und das ganze Taylor Swift Drama haben wir Erfolgreich hinter uns gelassen. Leider verbleibt aber auch das diesjährige NFL-Grossevent nicht ohne seine dunklen Seiten, mussten doch aufgrund einer Schiesserei an der SuperBowl-Parade der Chiefs mehrere Personen ihr Leben lassen. Mein aller grösstes Beileid geht raus an alle betroffenen Menschen und Familien. Was eigentlich ein Freudentag sein sollte, wurde zum Horror am helllichten Tag und ich kann nicht verstehen, dass wir Menschen zu sowas überhaupt fähig sind. Ich weiss nicht genau, wie man von so einem Thema wieder aufs Daily NFL Business überleitet aber wahrscheinlich tun wir alle gut daran, uns mit Themen zu beschäftigen, die uns Spass machen, als sich zu lange an Sachen aufzuhalten die uns runterziehen. Deshalb wollen wir nun zum Kerngeschäft dieses Blogs zurückkehren und das sind die Cincinnati Bengals.
Bis zum Start der Free Agency am 11. März ist noch ein wenig Zeit. Bis dahin, möchte ich euch hier im Blog mit einem Dreiteiler meine Ansichten rund um die grossen Offseason-Themen der Cincinnati Bengals versorgen. Dies zum einen, weil ich wieder gerne mehr zum schreiben kommen will und zum anderen, weil ich im Podcast für den März aufgrund von Privatem und grösserer Einbindung auf der Arbeit vielleicht etwas weniger zu hören sein werde.
Ein Rückschlag zu viel
Starten möchte ich diesen Offseason Deepdive mit einem Rückblick auf die vergangene Saison. Dieser wird bis jetzt in den Tiefen dieser Blogseite schmerzlich vermisst und zumindest eine kleine Beurteilung und Würdigung der erbrachten Leistungen wäre mir dann schon wichtig.
Doch wie ordnet man so eine Saison überhaupt ein? Gewichtet man eher, dass die Bengals sich nie aufgegeben haben und trotz zahlreicher schwerwiegenden Verletzungen hinter dem unbewiesenem Back-Up QB fast die Playoffs geschafft haben? Oder legt man den Fokus eher darauf, dass die Bengals trotz riesiger Vorschusslorbeeren und SuperBowl-Tipps einiger bekannter Experten vor der Saison nur in etwa 3-5 Spielen wirklich kompetitiv waren und gerade die Defensive nicht nur ein Mal ziemlich verloren wirkte? Die Wahrheit liegt wie so oft, irgendwo dazwischen.
Was man den Bengals absolut zu gute halte muss ist die Art und Weise, wie sich dieses Team niemals selbst aufgegeben hat. Nicht nach einem schlechten Saisonstart, nicht nach der ominösen Burrow-Verletzung und nicht mal nach nach dem Saisonaus an Silvester gegen die Chiefs. Immer wieder konnte die Bengals wieder eine angemessene Reaktion zeigen und somit steht mit 9-8 am Ende der Saison ein Record, der Symbolhaft für die beschrieben Charakteristik der vergangenen Saison steht. Einen grossen Anteil daran, dass die Saison nach dem Burrow-Aus nicht komplett den Bach herunter ging hatte Backup-Quarterback Jake Browning. In der Preseason noch für seine schwachen Leistungen gescholten, konnte er in Stellvertretung von Burrow mehr als Überzeugen und hat eindrücklich unter Beweis gestellt, weswegen man wirklich nicht all zu viel auf Preseason-Perfomances geben sollte. Mit dem unvorhergesehenen Wechsel auf Quarterback, sahen sich die Bengals auch gezwungen, ihre Offensiven Schlachtplan etwas anzupassen. Unter Browning kamen so plötzlich viele Elemente hervor die man unter Burrow schmerzlich vermisst hatte. Das Play-Action-Spiel war plötzlich wieder ein Faktor und auch das Run- und Screengame konnte, nicht zuletzt auch dank Rookie-RB Brown, wiederbelebt werden. Man darf gespannt sein, welche dieser Element sich auch über die Offseason hinaus in der Bengals Offensive halten werden.
So schön diese Storyline rund um Jake Browning auch war, so sehr hatte man trotzdem mit der eigenen Defensive zu kämpfen. Angefangen mit einem prekären Auftritt gegen den Lauf, welcher sich dann mit der Verletzung von Dj Reader noch verschärfte, kam man immer wieder in kurze Downs. Und wenn die Bengals Defense sich dann doch mal einen Vorteil verschaffen konnte und beispielsweise ein 3&15 anstand konntest du quasi die Uhr danach stellen, dass ein Receiver der gegnerischen Offensive meilenweit offen war und für 20+ Yards den Ball fängt. Am meisten bleibt mit hierzu das Spiel gegen die Texans in Erinnerung, als Noah Brown gegen die Bengals 7 Receptions für 172 Yards verzeichnen konnte. Noah Brown macht übrigens über seine Gesamte Saison 17.2 Yards pro Spiel, macht damit was ihr wollt. Die Bengals machten vergangene Offseason eine ziemliche Verjüngungskur in ihrer Secondary durch. Teilweise verletzungsgeschuldet (Awuzie), teilweise selbstverschuldet (Bates & Bell) tauchten viele junge Gesichter im defensiven Backfield, was sich auf die zugelassenen explosiven Plays auswirkte. Dies war nicht nur im angesprochenen Spiel gegen die Bills zu erkennen, sondern war auch in vielen anderen Spielen ein grosses Problem. Da kann dann leider auch ein Trey Hendrickson, welcher trotz 17.5 Sacks wieder ein mal komplett unter dem Radar fliegt, nicht mehr viel Bewegen.
Das alles fügt sich zu einer Suppe zusammen die nichts halbes und nicht ganzes ist. Die Playoffs hat man nur ganz knapp verpasst, eine wirkliche Chance etwas zu bewegen hatte man dennoch nie. Die Burrow Verletzung bewiese sich dann eben doch als der eine Rückschlag zu viel. Endresultat aus alle dem ist Pick 18 im Draft und viele wegweisende Personalentscheidungen in der Offseason. Auf die ich in Teil 2 genauer eingehen werde.
Somit bleibt mir wie immer nur noch eines übrig:
WHO DEY!
🐅
(Andrea)
Somit bleibt mir wie immer nur noch eines übrig:
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