Insgesamt 22 Arbeitsstunden innerhalb von 2 Tagen plus der Season-Opener in der Schweizer Eishockey Liga haben meinem Energie Level doch erheblich zugesetzt, doch den ersten Samstagsbeitrag dieser Saison möchte ich nicht weiter hinauszögern. Nachdem er letzte Woche krankheitshalber ausgefallen ist sind wir diese Woche stärker back den je!
Normalerweise werdet ihr an dieser Stelle am Samstag jeweils meine "Keys to Victory" also die Schlüsselfaktoren zum Sieg fürs anstehende Spiel am Sonntag. Heute machen wir draus den allseits bekannten Themenhaufen, weil es doch noch das eine oder andere hier im Blog aufzugreifen gilt.
Also auf gehts!
Joe Burrow ist und bleibt ein Cincinnati Bengal
Seit letztem Donnerstag ist es bekannt, und trotzdem habe ich hier im Blog nur flüchtig darüber berichtet: Joe Burrow und die Cincinnati Bengals haben sich auf ein neues Arbeitspapier geeinigt. Das Gesicht der Franchise hat einen 5-Jahres Vertrag unterschrieben und ist neu bis 2029 unter Vertrag. Dabei verdient er, wie in der NFL so üblich, natürlich Unsummen an Geld. Bis zu 275 Mio. und davon 213 Mio. garantiertes Geld soll Burrow für seine Dienste über die nächsten Jahre erhalten. Dies ergibt einen ungefähren Schnitt von 55 Millionen pro Vertragsjahr. Selbstverständlich ist das Marktspitze und macht Burrow somit zum höchstbezahlten NFL-Spieler aller Zeiten.
Mittlerweile sind auch die genauen Vertagsdetails zum Megavertrag von Burrow bekannt. Wer etwas nerdiger als ich unterwegs ist und viel von Cash, Cap Space und Bonussen versteht kann sich auf Sportrac.com ein genaueres Bild vom Vertrag machen. Da gibt es auch einen spanenden Artikel (allerdings auf Englisch), der das ganze versucht ein wenig einzuordnen. Für mich bleibt das ganze Cap-Thema leider eher Bahnhof.
Die viel spannendere Frage für mich: Was bedeutet diese Verlängerung für die Bengals? Diese Frage wird uns die Franchise im Detail erst im Laufe der Zeit beantworten können.
Mit der Vertragsverlängerung schliesst sich so langsam aber sicher das lukrative Fenster von einem guten Quarterback auf dem ziemlich günstigen Rookie-Vertrag. Es ist kein Geheimnis mehr, das Teams in diesem Fenster versuchen ihre Kader mit teuren und wertvollen Free Agents vollzustopfen weil das Geld noch nicht für den Quarterback gebraucht wird. Auch die Bengals sind diesem Ansatz gefolgt und haben einige Stars in der Defense teuer bezahlt, Dj Reader und Trey Hendrickson wären hier in erster Linie anzuführen. Für die Bengals stehen also in Zukunft einige schwierige Entscheidungen an. Wen will man verlängern? Wenn kann man verlängern und wer muss einem jüngeren günstigeren Rookie platz machen?? Einen ersten Ausblick auf diese Tatsache haben uns die Bengals im vergangenen Draft gegeben, indem sie viel Kapital in die Defensive gesteckt haben, wahrscheinlich, um den einen oder anderen anstehenden Abgang vorzubereiten.
Auch auf die Offensive wird der teure Burrow-Vertrag seine Auswirkung haben. Die grosse Frage die hier natürlich im Raum steht dreht sich um Burrows Waffen: Können die Bengals es sich leisten Burrow, Chase und Higgins mit teuren Verträgen auszustatten ohne dass der restliche Kader zu sehr darunter leidet? Die Antwort auf diese Frage haben uns die Bengals vielleicht schon gegeben. Mit Tee Higgins, konnten sich die Bengals bis jetzt nämlich nicht auf ein neues Arbeitspapier einigen und das obwohl Higgins in sein letztes Vertragsjahr geht. Mittlerweile ist die Saison gestartet und die ersten überdramatasierten, Agent-gepushten Artikel sind bereits über unsere Timeline gerasselt. Fakt ist, stand jetzt ist Tee per Ende Saison Free Agent und daran wird sich im Laufe der Saison auch nichts daran ändern, da beide Seiten kein Interesse an Verhandlungen während der laufenden Saison haben. Die Bengals haben allerdings noch den allseits bekannten Franchise-Tag in der Hinterhand und es würde mich doch extrem überraschen, wenn dieser bei Higgins nicht zum Zug kommen wird. Entweder um ihn für ein weiteres Jahr zu behalten und sich die Chance zu geben doch noch etwas langfristiges auszuarbeiten oder um ihn für viel Wert wegzutraden.
Zusammenfassend lässt sich folgendes sagen. Die Franchise muss sein Denken und Handeln in den kommenden Jahren entsprechend and den immer teurer werdenden Vertrag von Burrow anpassen. Neben dem richtigen Näschen bei schwierigen Kaderentscheidungen, dürfte das Drafting in dieser Zeitspanne umso wichtiger werden. Es ist der einzige Weg um extrem kostengünstig an gute Spieler auf wichtigen Positionen zu kommen.
Das wichtigste an der ganzen Sache zum Schluss. Joe Burrow ist und bleibt ein Cincinnati Bengal. Das sind bei allen Geld und Capspace Diskussionen schlichtweg rosige Aussichten für eine Franchise die schon ganz andere Zeiten hinter sich hat.
3 Dinge welche gegen die Ravens besser laufen müssen
Der Auftritt der Bengals Offensive war gegen die Browns mehr als erbärmlich. Als Vorbereitung für meine Schlüsselfaktoren zum Spiel gegen die Ravens habe ich versucht herauszuarbeiten, was die Fehlerquellen für das Fiasko vom vergangenen Sonntag waren, damit uns allen ein zweites erspart bleibt
1) Joe Burrow. Er ist der Motor dieser Offensive. Alles ist auf ihn ausgelegt, vom Scheme übers Playcalling hinzu Adjustments an der O-Line. Wenn er nicht gut spielt kann die Offensive nicht richtig funktionieren. In Burrows Verteidigung muss man sagen, dass der Mann ganz offensichtlich noch angeschlagen war, allerdings erwarte ich von einem Typ der sich grade goldige Finger als bestbezahlter NFL-Spieler ever verdient hat einfach mehr. Es kann nicht sein dass er so "out of Sink" mit seinen Receivern ist nur weil er paar Trainingswochen verpasst hat.
2) Kommunikation und Absprachen. Direkt beim ersten Play der Saison kam ein Passrusher der Browns unberührt in Richtung Joe Burrow, weil die Absprache innerhalb der O-Line überhaupt nicht funktioniert hat. Leider war viele weitere Male zu beobachten wie die O-Line schlecht oder gar nicht auf Blitzer der Browns reagieren konnte. Der Punkt gilt allerdings nicht nur für die O-Line sondern für die gesamte Offensive. Falsche Formationen, falsche Motions falsch gelaufene Routen, alles Sachen die einer funktionierenden Offensive einfach nicht passieren dürfen. Gerade Burrow und Higgins müssen hier noch auf die selbe Wellenlänge kommen.
3) Coaching & Playcalling. Es war schon zu beginn der letzten Saison ein Thema aber diese Saison war es nochmals bedenklicher. Der grosse Vorteil, welcher dieser Coaching Staff gegenüber anderen Teams haben sollte ist die Eingespieltheit. Seid nunmehr 5 Jahren bastelt man am selben Offensiven System. Gerade in den Startwochen der Saison sollte diese Beständigkeit auf den Coachingpositionen sich eigentlich auch auf dem Feld bemerkbar machen, da man sich nicht an neue Systemen und Ideen gewöhnen muss. Alles sollte wie eine gut geölte Maschiene ineinander greifen und ohne grosse Startschwierigkeiten ins laufen kommen. Bei den Bengals sahs in Week 1 so ziemlich nach dem Gegenteil aus. Und auch das Playcalling von Zac Taylor gefiel mir überhaupt nicht. Viel zu viele Deepshots, dass Laufspiel dann aufgegeben als es am besten funktioniert hat und einfach nichts was Burrow irgendwie Rhythmus und Selbstvertrauen geben konnte, da man kaum mal versuchte den einfachen Ball für 5 Yards über die Mitte zu werfen.
Die Schlüsselfaktoren gegen die Ravens
- Ein fitter Joe Burrow.
Wie bereits im vorherigen Abschnitt angetönt geht ohne Burrow auf Top-Level einfach gar nichts in dieser Offensive. Um offensiv in die gänge zu kommen wäre es enorm wichtig, wenn sich Burrow mit seiner Wade deutlich besser fühlt und wieder mehr Selbstvertrauen in sich selbst und sein Spiel findet. Wenn er dass tut, wird die Bengals Offensive auch wieder die gewohnte Gefahr ausstrahlen können.
Wie bereits im vorherigen Abschnitt angetönt geht ohne Burrow auf Top-Level einfach gar nichts in dieser Offensive. Um offensiv in die gänge zu kommen wäre es enorm wichtig, wenn sich Burrow mit seiner Wade deutlich besser fühlt und wieder mehr Selbstvertrauen in sich selbst und sein Spiel findet. Wenn er dass tut, wird die Bengals Offensive auch wieder die gewohnte Gefahr ausstrahlen können.
- Defensiv die Line of Scrimmage dominieren.
Die Ravens haben mit LT Ronnie Stanley und C Tyler Linderbaum zwei schwerwiegende Ausfälle in der O-Line zu beklagen. Die Bengals müssen diese Chance für sich nutzen um ordentlich Druck auf Lamar Jackson machen zu können. Sie dürfen aber nicht überaggressiv werden, weil ihnen sonst Jackson ständig davonlaufen wird. Es wird aber auch wichtig sein die Läufe der Runningbacks so gut wie möglich zu stoppen, um die Ravens Offensive so eindimensional wie möglich zu halten. Auch hier fällt der eigentliche Starting-RB der Ravens, J.K. Dobbins für den Rest der Saison aus. Es liegt also alles bereit für ein dominantes Spiel der Bengals D-Line
- Sich nicht von den neuen Receivern überrumpeln lassen.
- Sich nicht von den neuen Receivern überrumpeln lassen.
Die Ravens haben auf die neue Saison hin einiges in ihrer Offensive umgestellt. Mit Todd Monken ist ein neuer OC am Start der vor allem dem Passspiel in Baltimore zu neuer Stärke verhelfen will. Damit seine Ideen verwirklicht werden können, haben sich die Ravens zwei neue Receiver dazugeholt. Odell Beckham Jr. und Rookie Zay Flowers sollen es neben Mark Andrews und Rashod Bateman für die Raben im Passspiel richten. Die Ravens gehen also mit einem neuem Offensiven-Plan in die Saison und die Bengals tun gut daran, dass Passspiel der Ravens nicht zu unterschätzen. Lamar Jackson kann durchaus ein paar geniale Bälle werfen, wenn er nicht grade auf seinen Füssen unterwegs ist. Dies gilt es aus Bengals Sicht zu verhindern und es für Jackson so kompliziert wie möglich zu machen, damit dieser sich nicht in seiner neuen Offensive zurechtfinden kann.
Somit bleibt mir wie immer nur noch eines übrig:
WHO DEY!
🐅
(Andrea)
Kommentare
Kommentar veröffentlichen