Um meinem am Gymnasium erlangten Ruf als Geschichtsstreber gerecht zu werden, bediene ich mich zum eisbrechenden Einstieg in diesen Beitrag eines Zitates, des wohl bekanntesten Feldherren unserer Geschichtsschreibung, Julius Caesar. Alea Iacta est - Die Würfel sind gefallen im Bezug auf die zahlreichen Entscheidungen, welche die Bengals im Rahmen der Preseason und dem Rostercutdown treffen mussten. Die Grundlagen für eine hoffentlich erfolgreiche Saison wurden somit gelegt und in 6 Tagen beginnt endlich (!) die neue Football Saison. Aber bevor ich mit meinem Latein am Ende bin lasst uns in einem Themenhaufen einen letzten Blick auf die Saisonvorbereitung werfen.
Das 53er Kader steht !
Das 53er Kader steht !
Vergangenen Dienstag mussten die Bengals erstmals in dieser Saison einige schwierige Entscheidungen treffen, da zum Ende der Preseason die Roster auf gamedaytaugliche 53 Mann heruntergebrochen werden. Früher wurde dies etwas schonender zu verschiedenen Deadlines geregelt, heuer gibt es nur noch einen brutalen Tag, wo hunderte von Spielern ihren Job verlieren und ihren Traum von der NFL fürs erste aufgeben müssen. Ein leider äusserst makabres Business, das bei den ganzen Diskussionen um diese Deadline leider viel zu häufig vergessen wird.
Bei den Bengals ging das ganze in meiner Wahrnehmung zum Glück relativ emotionslos und ohne weitere Nebengeräusche von der Bühne. Die einzige Entscheidung, welche etwas überraschend kam, war dass Special-Teams-Ass Stanley Morgen Jr. fürs erste vom Team gestrichen wurde und andere Spieler die bis anhin wenig überzeugen konnten, wie Beispielsweise Backup-Center Trey Hill den Kader geschafft haben. Neben Morgan Jr, waren Saftey Mike Thomas und Returner Trent Taylor zwei weitere gestandene Veteranen die ihren Platz im Kader an jüngere Spieler abtreten mussten. Gerade die Entlassung von Taylor wurde in den nationalen Medien immer mal wieder als Überaschung beschrieben, was mich dann doch überraschte, weil der gute Mann neben seinen Puntreturns eigentlich so gut wie keine Rolle im Team mehr gespielt hat.
Auf jeden Fall eine Erwähnung wert, ist dass es alle 2023er Draftpicks der Bengals in den Kader geschafft haben. Am meisten zittern musste wohl 7. Runden Pick DJ Ivey. Es wäre durchaus denkbar gewesen, dass die Bengals lieber den Veteran Sidney Jones in den Kader gepackt hätten, allerdings spielte dieser eine absurd schlechte Vorbereitung für einen gestandenen Veteranen und zudem vermochte Ivey immer mal wieder zu überzeugen, auch wenn seinen Leistungen noch eine echte Achterbahnfahrt waren.
Diese Spieler haben sich für eine grössere Rolle empfohlen
Preseason ist grundsätzlich dafür da, dass sich Spieler aus der zweiten oder dritten Reihe zeigen und beweisen können. Auch in diesem Jahr haben Spieler diese Gelegenheit für sich nutzen können und haben sich in meinen Augen für eine grössere Rolle empfohlen. Diese Kandidaten möchte ich euch nun vorstellen:
- Chris Evans
Als Evans von den Bengals gedraftet wurde, galt er als explosiver Back mit guten Qualitäten als Receiver aus dem Backfield und ich finde jedes Mal wenn Evans auf dem Feld steht, kann man genau das sofort als seine grossen Stärken ausmachen. Leider war ihm der Weg aufs Feld letztes Jahr verbaut, da die beiden Veterans Perine und Mixon ihre jeweiligen Rollen zufriedenstellend erfüllen konnten. Dieses Jahr ist Perine nicht mehr da, was heisst das die Rolle des Passblocking / Receiving - Backs neu zu besetzten ist. Und genau da kommt für mich Evans ins Spiel. In Sachen Passblocking konnte er nämlich in dieser Offseason einen klaren Schritt nach Vorne machen und sah in den Preseasonspielen in dieser Rolle echt gut aus. Wenn er es jetzt noch schafft, seine explosiven Läufe etwas konstanter aufs Feld zu bringen, dann könnte er für mich der Ideale RB2 neben Mixon sein. Nicht zu unterschätzen als Runner, gefährlich als Checkdown und Short-Yardage-Waffe und ein unterstützender Faktor im Passblocking. Das Battle um den RB2 Spot ist allerdings noch nicht ausgesessen. Laut Coach Taylor wird der Wettbewerb um den Spot im Training weitergehen, da Williams von seiner Verletzung zurück kommt und auch Rookie Brown sich in der Preseason nicht schlecht anstellte. Wenn es aber nach mir ginge, hätte fürs erste Evans diese Rolle inne.
- Tanner Hudson
Ich bin ehrlich, der Name Tanner Hudson war vor dem ersten Preseason Spiel nicht auf meinem Radar. Hudson ist ein Veteran der in seinen 4 NFL-Jahren bisher ganze 15 Catches für 199 Yards aufzuweisen hat. Ist also so ein Typ Spieler, den du holst weil er eine gewisse Baseline und einen kleinen Wertschatz an Erfahrung mitbringen kann. Für mich die typische Beschreibung eines Practise-Squad Spielers. Allerdings vermochte Hudson in allen drei Vorbereitungsspielen zu überzeugen. Gerade als Receiver war er echt auffällig und war für die Backup-QBs eine beliebte Anspielstation. Da die Bengals mit Irv Smith einen durchaus verletzungsanfälligen TE als Starter eingeplant haben, könnte es durchaus sein, dass auch Hudson in der Regular Season ein paar Snaps sehen wird. Klar, offiziell stehen mit Drew Sample und Mitchell Wilcox noch zwei weitere TE vor ihm auf dem Depth Chart, allerdings sind deren Stärken ganz klar im Blocking angesiedelt. Wenn die Bengals also Irv Smith als Receiver ersetzten müssen, würde es mich nicht überraschen wenn sie auf Hudson zurückgreifen.
- DJ Turner
Der Zweitrundenpick hat in der Preseason seine überragende Athletik mehrmals unter Beweis stellen können. Sei das im Training gegen Naturgewalt Chase oder in den Preseasonspielen gegen die Backups der anderen Teams, Turner vermochte meist zu überzeugen. Für mich ist er der klare 4. Cornerback dieses Teams und wird perspektivisch mit Cam Taylor-Britt zusammen ein enorm athletisches CB-Duo bilden. Für diese Saison bleibt im Vorerst die Rolle als erster CB "off the Bench" aber wenn die Bengals ähnlich viel Glück mit der CB Position wie in den letzten Jahren haben, dann dürfte Turner dennoch eine nicht kleine Anzahl an Snaps sehen und die hat er sich mit dieser Vorbereitung mehr als verdient.
Was sonst noch so auffiel
Bevor wir der Preseason den Rücken zukehren, gibt es noch ein paar letzte Interessante Themen anzusprechen.
Zum einen wäre dies das Signing von Backup Quarterback Will Grier. Grier spielte bei den Cowboys eine sehr starke Vorbereitung, viel dann allerdings dem Trey Lance Deal zu opfer. Bei den Bengals hatte sich mehr schlecht als Recht Jake Browning als QB2 hinter Burrow durchgesetzt und Trevor Simian wurde gar entlassen. Mit der Verpflichtung von Grier reagieren die Bengals auf die schwache Vorbereitung von den Backup-Quarterbacks und verpflichten jemand, der in eben dieser überzeugen konnte und sogar bereits einige Snaps in der NFL gespielt hat. Für viele Experten ist Grier der klar bessere QB als Browning, weswegen es mich nicht überraschen würde, wenn er gegen Mitte der Saison Browning als Nr. 2 hinter Burrow ablösen würde.
Und zum anderen wäre da noch einer meiner absoluten Bengals-Lieblingsspieler Evan "MoneyMac" Pherson. In der Preseason legte er einen perfekten Arbeitsnachweis nach. Er verschoss bei 8 Versuchen kein einziges Field Goal und Extrapunkt und lies sich auch von einem 58-Yard versuch wenig aus der Ruhe bringen. Letztes Jahr hat das Spiel von McPherson leider arg unter dem Verlust von Longsnaper und Cincinnati Urgestein Clark Harris gelitten aber für kommende Saison bin ich wieder mehr als zuversichtlich das uns McPherson mehr als einmal den Arsch retten wird.
Somit bleibt mir wie immer nur noch eines übrig:
WHO DEY!
🐅
(Andrea)
Auf jeden Fall eine Erwähnung wert, ist dass es alle 2023er Draftpicks der Bengals in den Kader geschafft haben. Am meisten zittern musste wohl 7. Runden Pick DJ Ivey. Es wäre durchaus denkbar gewesen, dass die Bengals lieber den Veteran Sidney Jones in den Kader gepackt hätten, allerdings spielte dieser eine absurd schlechte Vorbereitung für einen gestandenen Veteranen und zudem vermochte Ivey immer mal wieder zu überzeugen, auch wenn seinen Leistungen noch eine echte Achterbahnfahrt waren.
Diese Spieler haben sich für eine grössere Rolle empfohlen
Preseason ist grundsätzlich dafür da, dass sich Spieler aus der zweiten oder dritten Reihe zeigen und beweisen können. Auch in diesem Jahr haben Spieler diese Gelegenheit für sich nutzen können und haben sich in meinen Augen für eine grössere Rolle empfohlen. Diese Kandidaten möchte ich euch nun vorstellen:
- Chris Evans
Als Evans von den Bengals gedraftet wurde, galt er als explosiver Back mit guten Qualitäten als Receiver aus dem Backfield und ich finde jedes Mal wenn Evans auf dem Feld steht, kann man genau das sofort als seine grossen Stärken ausmachen. Leider war ihm der Weg aufs Feld letztes Jahr verbaut, da die beiden Veterans Perine und Mixon ihre jeweiligen Rollen zufriedenstellend erfüllen konnten. Dieses Jahr ist Perine nicht mehr da, was heisst das die Rolle des Passblocking / Receiving - Backs neu zu besetzten ist. Und genau da kommt für mich Evans ins Spiel. In Sachen Passblocking konnte er nämlich in dieser Offseason einen klaren Schritt nach Vorne machen und sah in den Preseasonspielen in dieser Rolle echt gut aus. Wenn er es jetzt noch schafft, seine explosiven Läufe etwas konstanter aufs Feld zu bringen, dann könnte er für mich der Ideale RB2 neben Mixon sein. Nicht zu unterschätzen als Runner, gefährlich als Checkdown und Short-Yardage-Waffe und ein unterstützender Faktor im Passblocking. Das Battle um den RB2 Spot ist allerdings noch nicht ausgesessen. Laut Coach Taylor wird der Wettbewerb um den Spot im Training weitergehen, da Williams von seiner Verletzung zurück kommt und auch Rookie Brown sich in der Preseason nicht schlecht anstellte. Wenn es aber nach mir ginge, hätte fürs erste Evans diese Rolle inne.
- Tanner Hudson
Ich bin ehrlich, der Name Tanner Hudson war vor dem ersten Preseason Spiel nicht auf meinem Radar. Hudson ist ein Veteran der in seinen 4 NFL-Jahren bisher ganze 15 Catches für 199 Yards aufzuweisen hat. Ist also so ein Typ Spieler, den du holst weil er eine gewisse Baseline und einen kleinen Wertschatz an Erfahrung mitbringen kann. Für mich die typische Beschreibung eines Practise-Squad Spielers. Allerdings vermochte Hudson in allen drei Vorbereitungsspielen zu überzeugen. Gerade als Receiver war er echt auffällig und war für die Backup-QBs eine beliebte Anspielstation. Da die Bengals mit Irv Smith einen durchaus verletzungsanfälligen TE als Starter eingeplant haben, könnte es durchaus sein, dass auch Hudson in der Regular Season ein paar Snaps sehen wird. Klar, offiziell stehen mit Drew Sample und Mitchell Wilcox noch zwei weitere TE vor ihm auf dem Depth Chart, allerdings sind deren Stärken ganz klar im Blocking angesiedelt. Wenn die Bengals also Irv Smith als Receiver ersetzten müssen, würde es mich nicht überraschen wenn sie auf Hudson zurückgreifen.
- DJ Turner
Der Zweitrundenpick hat in der Preseason seine überragende Athletik mehrmals unter Beweis stellen können. Sei das im Training gegen Naturgewalt Chase oder in den Preseasonspielen gegen die Backups der anderen Teams, Turner vermochte meist zu überzeugen. Für mich ist er der klare 4. Cornerback dieses Teams und wird perspektivisch mit Cam Taylor-Britt zusammen ein enorm athletisches CB-Duo bilden. Für diese Saison bleibt im Vorerst die Rolle als erster CB "off the Bench" aber wenn die Bengals ähnlich viel Glück mit der CB Position wie in den letzten Jahren haben, dann dürfte Turner dennoch eine nicht kleine Anzahl an Snaps sehen und die hat er sich mit dieser Vorbereitung mehr als verdient.
Was sonst noch so auffiel
Was sonst noch so auffiel
Bevor wir der Preseason den Rücken zukehren, gibt es noch ein paar letzte Interessante Themen anzusprechen.
Zum einen wäre dies das Signing von Backup Quarterback Will Grier. Grier spielte bei den Cowboys eine sehr starke Vorbereitung, viel dann allerdings dem Trey Lance Deal zu opfer. Bei den Bengals hatte sich mehr schlecht als Recht Jake Browning als QB2 hinter Burrow durchgesetzt und Trevor Simian wurde gar entlassen. Mit der Verpflichtung von Grier reagieren die Bengals auf die schwache Vorbereitung von den Backup-Quarterbacks und verpflichten jemand, der in eben dieser überzeugen konnte und sogar bereits einige Snaps in der NFL gespielt hat. Für viele Experten ist Grier der klar bessere QB als Browning, weswegen es mich nicht überraschen würde, wenn er gegen Mitte der Saison Browning als Nr. 2 hinter Burrow ablösen würde.
Und zum anderen wäre da noch einer meiner absoluten Bengals-Lieblingsspieler Evan "MoneyMac" Pherson. In der Preseason legte er einen perfekten Arbeitsnachweis nach. Er verschoss bei 8 Versuchen kein einziges Field Goal und Extrapunkt und lies sich auch von einem 58-Yard versuch wenig aus der Ruhe bringen. Letztes Jahr hat das Spiel von McPherson leider arg unter dem Verlust von Longsnaper und Cincinnati Urgestein Clark Harris gelitten aber für kommende Saison bin ich wieder mehr als zuversichtlich das uns McPherson mehr als einmal den Arsch retten wird.
Somit bleibt mir wie immer nur noch eines übrig:
WHO DEY!
🐅
(Andrea)
Somit bleibt mir wie immer nur noch eines übrig:
WHO DEY!
🐅
(Andrea)
Nur eine kleine Anmerkung zum top Text. Es ist doch Chris evans oder? ;)
AntwortenLöschenNatürlich hast du recht. Weiss nicht was da schieff lief 🙈
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