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Der grosse Jungeldach Mockdraft

Das erste Mal die Idee diesen Blog zu starten kam, als ich vor zwei drei Jahren regelmässig meinem Freund irgendwelche Mockdrafts zugeschickt habe. Ich bin froh, dass es jetzt das erste mal soweit ist und ich meinen ersten eigenen Mockdraft veröffentlichen darf. Da ich mir nicht anmasse, eine Experte von 32 NFL-Teams zu sein wird sich dieser Mockdraft ausschliesslich auf die (voraussichtlich) ersten 5 Picks der Bengals beschränken, danach wärs so oder so nur noch Rätselraten

Bevor wir mit dem Mockdraft starten müssen wir noch die Vorrausetzungen klären. Um ein Gefühl für die Spieler zu bekommen, die jeweils auf dem Board noch verfügbar sein könnten habe ich mir den PFF-Mockdraft-Simulator zur Hilfe genommen. Dieser folgt vor allem den PFF eigenen Spielergrades und weicht darum an gewissen Stellen vom allgemeinen Draft-Konses ab. Des weiteren möchte ich mit diesem Mockdraft versuchen vorherzusagen, welche Spieler schlussendlich bei den Bengals landen und weniger welche Spieler ich in den einzelnen Runden gepickt hätte. Manchmal passt das natürlich trotzdem aufeinander ;)


Legen wir los: 

R1 P28: CB Emmanuel Forbes, Mississippi State


Emanuel Forbes ist ein Playmaker durch und durch. In seiner Collegekarriere hatte der Junge man 14 Interceptions und davon gleich 6 als Pick-Six zurückgetragen. Dies ist eine Qualität die die Bengals gerade auf Cornerback schmerzlich vermissen oder könnt ihr euch dran erinnern welcher Bengals-Corner zuletzt ne Interception gefangen hat?  Das grosse Problem mit Forbes ist sein Frame. Mit 185cm Körperlänge zählt er zum Durchschnitt, mit seinen knapp 75kg ist er aber für die NFL deutlich zu leicht und dass macht sich, laut Experten,  leider auch auf seinem Spielfilm bemerkbar. Für die seine NFL-Karriere wäre es deshalb sicherlich gut, wenn er noch etwas Masse aufbauen könnte.

R2 P60: TE Sam LaPorta, Iowa

Iowa ist vielleicht DIE Universität wenn es ums Entwickeln von NFL Tightends geht. Spieler wie Kittle, Hockenson und Fant stammen alle von dieser Uni und Sam LaPorta ist das neueste Produkt dieser Tightend-Maschinerie. Seine Stärken als Receiver liegen vor allem im Route-Running und in allem was nach dem Catch passiert. Mühe hat er mit dem Contested-Catch-Situationen, also Situationen wo es nur ein enges Fenster gibt den Ball zu fangen und die Verteidiger eng an ihm dran sind. Auf den NFL-Boards fällt er in die 2. Runde weil er zwar als Receiver unglaublich stark ist, aber halt nicht diese sichere Option als Sicherheitsnetz für den Quarterback sein kann. Auch im Blocking zeigt er sich zwar gewillt, aber seine Stärken liegen definitiv anderswo.

R3 P92: RB Roschon Johnson, Texas

Roschon Johnson ist der perfekte Spieler für die gestern angesprochene Perine-Rolle. Johnson ist einer der wenigen RB in diesem Draft, welcher schon im College oft und viel für das Passblocking zuständig war. Als Runner läuft er mit viel Power und hat oft einfach keine Lust irgendwie Down zu gehen und kämpft wirklich für jedes Yard und auch Kontakt mit Verteidigern bringt ihn nicht aus der Bahn. Wo er sich aber sicherlich noch verbessern müsste wären seine Fähigkeiten im Receiving, hier wirkt er manchmal etwas unbeholfen und lässt auch ab und zu mal einfachere Dinge fallen, was irgendwo durchaus interessant ist, weil das 1zu1 bei Perine auch so war.

R4 P131: DL Kobie Turner, Wake Forrest

Kobie Turner ist der eine Spieler zu dem ich aus dem Kopf nicht wirklich viel sagen kann. Wenn man sich seine Draftprofil auf verschiedenen Seiten so durchliest fällt eines auf: Viele Draftexperten sehen in ihm Potenzial ein wirklich starker Spieler für die Mitte der D-Line zu werden, allerdings hat er am College noch zu wenig gezeigt, um von diesem Potenzial restlos überzeugt zu sein. Für mich klingt das genau nach dem Typ Spieler, nach dem die Bengals für ihre D-Line suchen. Die Starter-Positionen in der Bengals D-Line sind grundsätzlich erstmal besetzt und auch teuer bezahlt. Wenn du aber so einen Spieler wie Carter letztes Jahr und jetzt hier mit Turner in der Rotation mitturnen lässt, können diese sich weiterentwickeln und vielleicht perspektivisch für allfällige Abgänge übernehmen.

R5 P163: G Jon Gaines II, UCLA

Kurz vor dem Combine hatte es mir ein sehr spannendes Video in die Youtube-Timeline gespült. Es ging darum welche athletischen Test beim Combine statistisch am meisten mit Erfolg in der NFL in Verbindung gebracht werden können und das Ergebnis war erstaunlich. Der Combine-Test dem man dem Video nach am meisten Vertrauen kann ist der 20-Yard-Shuttle bei Interrior-OLiner (G, C). Die Spieler die diesen Drill unter 4.47s abschliessen konnte hatten später in ihrer Karriere mindesten 84% ihrer Karriere gestartet. Wer sich da gerne weiter einlesen möchte findet hier einen spannenden Twitter-Thread. Wieso erzähl ich euch das alles? Jon Gaines II ist der einzige Spieler der bei diesem Combine dies Benchmark geknackt hat und macht sich damit für mich automatisch irgendwie interessant. Und auch die Bengals dürften an dieser Stelle  an einem Guard interessiert sein, hat man man doch tatsächlich momentan nur 3 gelernte Guards auf dem Roster. Gaines wär also ein Spieler für die Tiefe mit Potenzial für mehr. Genau das, was man Ende der 5. Runde sucht.


Der Komplette Draft im überblick: 




















Somit bleibt mir wie immer nur noch eines übrig:


WHO DEY!

🐅

(Andrea)



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