Ich hoffe ihr hattet alle erholsame Feiertage und konntet die freie Zeit geniessen. Bei mir persönlich bedeutet Weihnachten immer viel Familie und vor allem viel Essen. Von Apèros über Raclette mit eingebauten Tischgrill hinzu Eis und Weihnachtsplätzchen wandert gefühlt alles in grossen Mengen in meinen Bauch und so fühl ich mich nach Weihnachten immer total überfressen und liege mindestens am 26. den ganzen Tag rum und mag genau gar nichts machen.
Zu den freien Weihnachtstagen gehört aber wie jedes Jahr auch Football und leider meinten es die Spielplanmacher dieses Jahr nicht grade gut mit uns europäischen Fans. Die Bengals mussten am Heilig Abend um 19.00 Uhr gegen die Patriots ran, das ist bei mir und wahrscheinlich auch bei vielen anderen mehr als ungünstig gelegen, weil man so der Familie erklären muss, wieso Football auch an Weihnachten wichtig ist. Oder man schaut sich das Spiel im Re-Live an, was sich dann aber auch irgendwie nicht mehr ganz richtig anfühlt. Bei mir wurde es letzteres und somit das erste Bengals Spiel seit locker 3-4 Jahren, was ich nicht live gesehen habe. Tatsächlich kam ich sogar erst am 26. am Abend dazu mir das Spiel anzuschauen und obschon ich das Resultat und die Hauptstoryline aus dem Spiel schon kannte habe ich mir noch ein paar Notizen während dem Spiel gemacht und diese möchte ich nun im Rahmen des Themenhaufens mit euch teilen.
Edit: Wieder einmal ist alles anderes gekommen. Am Sonntag haben wir spontan die Folge zum Bills-Spiel neu aufgenommen, weil uns der erste Take einfach inhaltlich zu schwammig von unserer Seite her war. Meine Takes zur RT-Situation und dem Patriots-Spiel findet ihr dementsprechend hier in der neuesten Podcastfolge. Ich hab aber die Einleitung zu diesem Beitrag bewusst so stehen gelassen, zum einen weil sie mir sehr gefällt und ich auch kein Bock hatte alles umzuschreiben, und zum anderen wollte ich euch mit diesem Edit mal einen kleinen Blick hinter die Kulissen geben, einfach auch um Transparenz zu schaffen wie so eine Folge oder so ein Blogbeitrag über die Woche entsteht und stetig im Wandel ist.
Wie besiegt man eine Wild gewordene Büffelherde?
1. Eine Effiziente fehlerlose Offensive spielen.
Klingt in erster Linie wie ein Argument, was man für jedes Footballspiel anbringen kann, dass man siegreich gestalten möchte. Trotzdem bin ich davon überzeugt, dass gerade gegen so hochkarätige Gegner, wie die Bills oder die Chiefs es sind, es von enormer Bedeutung ist, die eigenen Chancen zu nutzen und sich nicht selbst im Weg zu stehen. Die Bills wissen aus eigner Hand am besten wie es ist, wenn eine Defensive versucht dir deine Explosivität wegzunehmen und werden genau dies auch mit ihrer Defensive gegen die Bengals versuchen. Die Bengals tun also gut daran, ihre effiziente Art und Weise Offense zu spielen beizubehalten. Dies äussert sich dann vor allem im Laufspiel und in den kurzen Pässen. Wenn diese auf die gewünschte Art und Weise funktionieren, und keine individuellen Fehler oder Misskommunikationen im Weg stehen, muss man mit diesen Mitteln versuchen, die eigene Offensive auf dem Feld zu halten um Drives mit wertvollen Punkten beenden zu können. Den es gilt: solange die Bengals Offensive auf dem Feld steht, sind Josh Allen und Stevon Diggs zum zuschauen verdammt!
2. Die individuellen Matchups ausgeglichen halten.
In einem Spiel, in dem zwei Top Teams aufeinander treffen, wird der Fokus vor allem auch auf den indviduellen eins gegen eins Matchups liegen. Wer kann den Gegner Situativ besser angreifen? Wo gibt es allensfalls Schwächen die man ausnutzen kann? Aus Bengals perspektive sehe ich hier vor allem Zwei Matchups die Gefährlich werden könnten. Zum einen ist dies das Aufeinandertreffen von Edge Rusher Gregory Russeau auf unseren Backup RT Isaiah Prince und zum anderen das Matchup Stevon Diggs gegen Eli Apple oder etwas breiter gefasst Bills WR gegen Bengals CB. Wenn es denn Bengals gelingt, in diesen Matchups paroli zu bieten, könnte das ein wichtiger Bestandteil für einen möglichen Sieg sein. Beide Matchups bieten aber auch potenzial, dass sie bewusst von den Bills attackiert werden, weswegen es wohl kaum möglich sein wird für die entsprechenden Bengals Spieler das ganze Spiel über komplett fehlerfrei zu spielen.
3. In den wichtigen Momenten da sein.
Josh Allen ist ein phänomenaler Quartberback. Er ist ein Spieler der mit seinem Arm und seinen Füssen plays machen kann wie kaum ein Zweiter. In ihm steckt aber immernoch die alte Gunslinger Qualität aus Wyoming-Zeiten und die ist er nie ganz losgeworden. Will heissen: in 95% der Plays macht Josh Allen einen unglaubich guten Job und spielt ein unglaubich hohes Quarterback-Niveau in den anderen 5% versucht er Würfe und Febster zu treffen, die einfach nicht da sind, weil er seinem Arm zu fest vertraut. Diese Plays müssen sich die Bengals zu nutze machen, wenn sie gegen die Bills gewinnen wollen. Eine Interception oder ein Forced Fumble im richtigen Moment kann in einem knappen Spiel wie diesem zum entscheidenden Faktor werden. Neben Josh Allen gehört für mich hier aber auch noch Evan McPherson mit rein, zuletzt eher geschwächelt vermisse ich ein bisschen sein "Mojo" aus der ersten Saison. Wir müssen in den wichtigen Momenten kurz vor der Halbzeit oder am Ende des Spiels uns auf ihn verlassen können!
Somit bleibt wie immer nur noch eines übrig:
WHO DEY!
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