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In Deutschland ist es Dortmund gegen Schalke und HSV gegen St.Pauli, in der Schweiz gibt es für mich als Fan des FC Zürich viermal das Duell gegen den verhassten Stadtrivalen GC und in England können sich die Anhänger des FC Liverpool und des FC Everton nicht ausstehen. Diese Derbys sind immer ganz spezielle Spiele, die meistens von ihrer Emotionalität leben.
Auch im American Football gibt es diese Spiele, gerade im College Football haben es einige Duelle echt in sich. Der "Red River Showdown" zwischen den Texas Longhorns und den Oklahoma Sooners ist ein Spiel was die Massen bewegt (In diesem Fall übrigens ganz klar: Hook'em Horns!). Da mein bester Freund ein ziemlich grosser Ohio State Fan ist soll das jährlich grosse Aufeinandertreffen von den Ohio State Buckeyes und den Michigan Wolverines nicht unerwähnt bleiben. Wenn sich zwei Fanbases nicht ausstehen können, dann definitiv diese zwei. Kleiner Tipp: Das Spiel findet nächste Woche um 18:00 Uhr statt, als Football Fan ein absolutes Must-Watch-Game und mit etwas Glück läufts sogar im Free TV oder auf DAZN.
Auch die NFL hat mit ihrer Division-Struktur sehr grossen Fokus auf diese Lokal-Duelle und trotzdem kommt bei mir nur bei einem Spiel so richtig Derby-Feeling auf und das ist ganz klar Bengals vs Steelers. Die Emotionalität, die Härte, die Tackles und die Big Plays mit denen diese Spiele Mal ums Mal aufgeladen sind, machen dieses Duell zwei Mal im Jahr einfach zu einem ganz besonderem Spiel. Und es sind nicht nur die Fans die diese Rivalität bis auf bitterste ausleben, auch die Spieler selbst, halten vor nichts zurück. Sinnbildlich dafür steht das Bild was diesen Beitrag schmückt. Ich glaube damit ist alles gesagt, was dieses Spiel ausmacht.
Die Keys to Victory
Die Ausgangslage vor diesem Derby könnte für die Bengals nicht heikler sein. Cincinnati, ein Team mit ganz klaren Playoff-Ambitionen steht 0-3 gegen seine Division-Gegner und muss in einer starken AFC schauen, dass sie nicht den Anschluss zu ihren Kontrahenten verlieren. Pittsburgh, ist ein Team was sich nach den Ben Rothlisberger Jahren im Rebuild befindet aber nur zu gerne dem ewigen Rivalen gerne eins auswischen würde. Und trotzdem, ein zweite Niederlage gegen dieses Team können sich die Bengals einfach nicht erlauben. Aus meiner Sicht also ein ganz klares Must-Win-Game.
Weil ich mit diesem Beitrag wieder ein Mal unglaublich spät dran bin, werden wir die eigentlich Preview streichen und dafür ausführlicher über die Keys to Victory, also um die Schlüsselfaktoren zum Sieg gegen die Steelers sprechen. Was müssen die Bengals also tun, damit sie mit fröhlicher Miene von Pittsburgh nach Hause fliegen können?
1) TJ Watt nicht das Spiel dominieren lassen!
Die Bengals Offensive hatte dieses Jahr einen ganz klaren Schwachpunkt. Jedes Mal, wenn man auf einen Top-Passrusher getroffen ist, sah die Offensive ganz ganz düster aus. Das war in Woche eins gegen die Steelers so, in Woche 2 gegen die Cowboys und in Woche 8 gegen die Browns auch. Mannschaften, die mit 4 Passrushern, ohne grosse sonstige Scharmüzel wie z.B. Blitzes konstant Druck machen konnten, haben dieser Offensive erfolgreich den Zahn gezogen. Das Problem für die Bengals: TJ Watt ist ein Spieler, der genau das bewerkstelligen kann. Wers mir nicht glaubt soll sich einfach nochmal das Week1 Spiel der Bengals anschauen. Die Bengals O-Line, Joe Burrow und Zac Taylor mit dem Gameplan müssen also Wege finden wie man Tj Watt und seine Kumpanen in der Steelers D-Line bändigen kann, ansonsten könnte es wieder ein sehr langer Tag werden.
2) Kenny Pickett wie ein Rookie QB aussehen lassen!
Mit Kenny Pickett wartet ein neuer Quartberback auf die Bengals. In Woche eins war noch Trubisky der designierte Starter, mittlerweile musste er seinen Starter-Job an den Rookie abtreten. Pickett gibt dieser echt schwachen Steelers Offensive einfach ein höheres Ceiling. Das bedeutet so viel wie, dass die Steelers mit ihm potenziell eher eine punktereiche Offensive spielen als mit Trubisky. Aber auch mit dem Rookie auf Quarterback wars zuletzt echt ein zähes Kauen, so erreichen die Steelers knappe 14 Punkte im Schnitt pro Spiel. Die Bengals tun also gut daran, das Leben dem Rookie QB nicht all zu einfach zu machen. Gerade gegen die Browns war das echt ein Problem, als man Jacoby Brissette einfach viel zu einfach Completions ermöglichte. Das Ziel unserer Defensive muss sein, den Jüngling vor und nach dem Snap arg zu verwirren und ihn ständig mit Druck vor der Brust schwierige Entscheidungen treffen zu lassen, sodass er vielleicht auch mal die Falsche trifft und der Ball in den Händen von Vonn Bell und Co. landet. Um dies zu bewerkstelligen, sind vor allem auch unsere Cornerbacks gefordert. Eli Apple und Cam Taylor-Britt neigen manchmal dazu, sich etwas gar einfach schlagen zu lassen.
Dieser Punkt klingt so unglaublich offensichtlich, das es fast schon zu banal ist ihn anzusprechen und trotzdem wird mir nach dem ersten Aufeinandertreffen dieser beider Teams jeder recht geben, wenn ich es hier nochmals erwähne. Mit 5 Turnovern haben sich die Bengals in Woche eins so dermassen selber ins Fleisch geschnitten, das war wirklich nicht mehr schön mit anzusehen. Das faszinierende für mich ist ja, dass man sich als Bengals-Fan trotz dieser 5 Turnover aufregen muss, dass das Spiel verloren ging. Dieser Fakt zeigt wunderbar auf, wieso es von unglaublicher Bedeutung ist, dem Ball besser Sorge zu tragen. Mit jedem Turnover gibst du dem Gegner neues Leben und neue Motivation und das kann in einem Derby fatale Folgen haben.
In einem erwartbar ziemlich kalten Umfeld, könnte es für die Offensive schwierig werden auf ihrem gewohnten Niveau Punkte zu generieren. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass das Special Team voll da ist und keine Punkte herschenkt. Sei das Evan McPherson mit einem verschossenem Field Goal oder der Punter Drew Chrisman mit einem missratenem Punt, der den Steelers ein kurzes Feld beschert. Und Ja ihr habt schon richtig gelesen. Drew Chrisman ist der Punter und nicht mehr der Veteran Kevin Huber. Chrisman hat die ganze Woche über die First-Team-Reps bekommen und wurde gestern offiziell in den 53-Mann-Kader berufen. Das Spannende daran: Kevin Huber bleibt vorerst auf der Kaderliste und wurde stand jetzt noch nicht entlassen.
Somit bleibt mir wie immer nur noch eines übrig:
Who Dey!
🐅
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