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Week 1 Review: Ikarus

WOW was war das für eine Week 1. Hat sich euer Puls schon erholt? Ich auf jeden Fall hatte grosse Mühe nach dem Spiel mich zur Ruhe zu legen. Wie denn auch nach so einem Spiel?
Bevor wir uns aber dem ganzen Tohuwabohu widmen, was gestern von statten ging, steht eine Erkenntnis über allem: Football is back! - Und verdammt hab ich es vermisst. Die Leidenschaft, die Emotionen, die Momente, welcher dieser Sport Sonntag für Sonntag kreiert sind einzigartig und wunderbar. Schön das es für die nächsten Wochen erst einmal so bleibt.

Der Sonne zu nah

Ich hab lange überlegt, wie man diese Spiel symbolhaft beschreiben könnte. Ein wilder Ritt, eine Achterbahnfahrt der Gefühle oder ganz einfach ein Realitätscheck. Nichts davon trifft aber den Nagel so gut auf den Kopf, wie die Sage rund um den jungen Ikarus, der in seinem Hochmut der Sonne zu nah kam und vom Himmel stürzte. Die Geschichte passt deshalb so gut, weil sie sich als Storyline für das ganze Spiel aber auch als Storyline für einzelnen Spieler und Momente anwenden lässt. Auf diese möchte nun zu Sprechen kommen:

Würde sich das Ganze als Theaterstück verstehen, dann wäre die Besetzung der Hauptrolle schnell gefunden. Joe Burrow nach dem Superbowl-Run in den hier sinnbildlichen Himmel gelobt, ist nach seiner Blinddarmoperation in diesem Spiel wieder am harten Boden angekommen. Auch er ist nur ein Mensch und wie jeder Mensch ist auch Joe Burrow nicht immer ganz auf der Höhe. In diesem Spiel merkte man mehr als deutlich, dass ihm die Reps aus der Preseason fehlten. Er wirkte hastig in seinen Reads, ging selten mal seine Progressions bis zum Ende durch und versuchte Passfenster zu erzwingen, die einfach nicht da waren. Seine Statline liest sich mit 33 von 55 angekommen Pässen, 338 yrds, 2 TD, und 4 INT so wild wie schon lange nicht mehr. Mit dem Fumble in Overtime kommt sogar noch ein fünfter Turnover hinzu. Klar ist nicht jeder dieser Turnover sind Burrows Schuld. Bei mindestens 2 der 5 Turnover macht die bombastische Steelers Defense einfach auch alles richtig. In solchen Situationen darf man auch mal anerkennen, das der Gegner in diesem Moment einfach besser war. Burrow machte gestern definitiv das schlechteste Spiel was ich von ihm in Stripes gesehen habe und trotzdem führt er am Ende das Team wieder heran und vollendete den vermeintlichen gamewinning Drive mit einem perfekten Pass zu Chase. Burrow bleibt also Burrow und das ist gut so. 


Longsnapers are (important) players too.

Eine ähnlich tragische Rolle nimmt Evan McPherson ein. In der ersten Halbzeit stellt er noch mit seinem 59yrd Field Goal den Franchise Rekord auf nur um dann zwei Mal die Chance zu vergeben, das Spiel zu beenden. Mir ist durchaus bewusst, das hier über weitaus mehr diskutiert werden muss, als über die Leistung von McPherson. Longsnaper Clark Harris muss im dritten Viertel verletzt raus, weil er sich bei einem Puntreturn der Steelers am Arm verletzt. Dieser Ausfall sollte sich bemerkbar machen. Nach vier Vierteln als das ganze Stadion schon den sichergeglaubten Sieg bejubelte und McPherson zur Formsache Extrapunkt antrat, konnte Mincah Fitzpatrick von einer schlecht en Kickprotection profitieren und den Kick abblocken. In der Overtime dann, beim Versuch aus circa 35yrds das entscheidende Fieldgoal zu Kicken, war der Snap von Spontan-Ersatzmann Mitchel Wilcox viel zu hoch und der Punter Kevin Huber hatte kaum noch Zeit den Ball richtig zu platzieren. Es kam wie es kommen musste. McPherson traf die Naht am Football und verzog den Kick weit links, ein für ihn sehr ungewöhnliches Bild. Bei beiden Kicks wurde der Mann mit dem lockigen Haar schmerzlich vermisst. Übrigens muss man hier meiner Meinung nach auch Headcoach Zac Taylor respektive Darrin Simmons, den Special Teams Coordinator in die Verantwortung nehmen. Wieso wurde in der Preaseason nicht ein adäquater Spieler aufgebaut, welcher im Notfall die Sache gut und zuverlässig ausführen kann? Das sich in NFL Spielen Spieler verletzten ist keine Neuigkeit, dies gilt auch für den Longsnaper.

Ein Sträusschen für Defense 

Ein Sträusschen muss ich unsere Defense binden. Sie hat die die Steelers Offense weitestgehend ausgeschaltet und in Teilen echt kalt aussehen lassen. Es gab Phasen im Spiel wo die Steelers kaum mal ein Third Down konvertierten. Wenn die Steelers gepunktet hatten, hatte dies meistens mit der eigenen Defense zu tun. Entweder durch kurze Felder nach einem Turnover oder der Turnover wurde direkt in die Endzone getragen. Es fehlten die ganz grossen Momente von unsere Defense aber wenn sie weiter so konstant und kaltblütig spielen kann, dann wird sie der Offense relativ oft die Chance geben Spiele zu gewinnen. Wie gestern übrigens auch.

Stats

Passing: 

J. Burrow 33/53, 338yrds, 2 TD, 4 Int

Rushing:
J. Mixon 27 CAR, 82yrds, 3.0 yrds/run
S. Perine 1 CAR, 4yrds
J. Burrow 6 CAR, 47yrds, 7.8 yrds/run

Receiving (Top 5):
J. Chase 10 Rec, 129yrds, 1 TD
J. Mixon 7 Rec, 63yrds
H. Hurst 5 Rec, 46yrds
T. Boyd 4 Rec, 33yrds, 1 TD
S. Perine 3 Rec, 33yrds

Defense (Total) : 
52 total Tackles, 42 Solo, 1 Sack (Bj Hill), 4 TFL


Who dey !
🐅


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