Kann man das Essen? - Eine Frage die ich mir als erwachsener Mensch erstaunlich oft stellen muss. Auch in diesem Fall ist die Frage durchaus berechtigt, bei Takeaway geht es doch schliesslich um einen saftigen Döner oder um die gebratenen Nudeln vom Asiaten neben an. In unserem Fall sprechen wir allerdings nicht von köstlichen Leckereien, sondern von Erkenntnissen die man aus dem wilden Auftritt vergangen Sonntag gewinnen kann. Die wichtigsten Stories haben wir schon in der Review angesprochen und doch gibt es noch das eine oder andere worüber man sprechen.
Here we go:
- Zac Taylors Achillesferse
Gestern habe ich euch durch die Ikarus-Sage mit griechischer Mythologie gelangweilt und genau deshalb werde ich es heute gleich nochmal tun.
Zach Taylor hat als Coach neben all seinen formidablen Qualitäten eine grosse Schwäche. Eine Achillesferse, wenn man den so will. Es handelt sich hierbei um die Coaching-Entscheidungen innerhalb eines Spieles. James Rapien vom "Locked On Bengals" Podcast hat das ganze mit dem schönen Wortlaut "Situational Coaching" umschrieben. Damit ist gemeint dass ein Coach je nach Begebenheit und Spielsituation gewisse Entscheidungen treffen oder sogar anpassen muss. Auch am vergangen Sonntag gabs wieder einige dieser Momente, welche einem fragend zurückliessen.
Sinnbildlich kommt da sicherlich die Situation rund um den vermeintlich ersten Chase Touchdown in den Sinn. Hand aufs Herz, wer von euch hat nicht auch lauthals in den Fernseher geschrien "Der war doch drin!!??". Statt das von der Seitenlinie das Signal einer roten Challenge-Flagge kommt, eilt man so schnell wie möglich zur Line of Scrimmage zurück nur um dann Mixon gegen eine Wand laufen zu lassen. Auch in der Overtime gabs es einige Fragwürdige Entscheidungen. Wieso gibt man Kevin Huber nicht den Hinweis, dass er sich auf einen schlecht Snap drauflegt, um es im Vierten nochmals versuchen zu können? Und wieso genau punted man mit 13 Sekunden auf der Playclock und gibt so den Steelers entscheidend mehr Zeit am Ende des Spiels?
- The Chosen 1
- Ein offensives Sorgenkind
Leider war es auch gegen die Steelers wieder ein Problem. Gleich zwei mal hat man wichtige Punkte verschenkt, weil man es aus kürzester Distanz nicht geschafft hat, den Ball in die Endzone zu bringen. Sobald die Bengals Offense nur noch wenig Feld vor sich hat, besteht das Playbook gefühlt aus 2 Plays: Run durch die Mitte mit Mixon, sowie 50/50 Ball in Richtung Chase. Dies scheint mir alles andere als ein ausgeklügelter Plan zu sein, zumal man mit Chase, Higgins, Boyd, Hurst und Mixon auf ein richtig starkes Waffenarsenal zurückgreifen könnte.
Es wäre wirklich wichtig, wenn HC Zac Taylor und OC Brian Callahan hier bald Lösungen finden, die Playmaker besser in Szenen zu setzten. Du kannst nicht Drive um Drive 4 Punkte herschenken, weil du das eiförmige Leder nicht in die Endzone bringst. Irgendwann bricht es dir das Genick und wenn wir ehrlich sind ist wahrscheinlich genau das schon gegen die Steelers passiert.
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