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Week 5 Preview: 525 Gründe auf Revanche

525 Yards erzielte Joe Burrow im letzten Spiel gegen die Ravens. Das Spiel endete 41 zu 21 für Cincinnati nach dem die Bengals bis zum letzten Whistle den Ball Richtung Endzone pushten. Die Ravens, nach dem Spiel sichtlich frustriert, gaben sich als ziemlich schlechte Verlierer. So beklagten sich mehrere Spieler, der Head Coach und sogar ein ex -Ravens Spieler Live im TV über den Umstand, dass die Bengals extra den Spielstand in die höhe getrieben hätten und dass es unnötig und gefährlich sei, bei so einem deutlichem Spielstand die Sache noch so aggressiv anzugehen. Die Ravens schworen Rache. Heuer haben sie die Möglichkeit, auf grösst möglichster Bühne, Taten hinter ihre leeren Worte zu setzten: Bengals at Ravens live um 02:20 Uhr Nachts bei Sunday Night Football. Grösser wirds in der AFC North momentan nicht. 

Die Bengals auf der anderen Seite haben eine Chance zu beweisen, dass man in der Saison nun endlich angekommen ist. Sie haben eine Chance zu beweisen, dass sie nach wie vor der Real Deal sind und dass man sie in der starken AFC zu den besten Teams zählen muss und Sie haben eine Chance zu beweisen, dass die Defense zu den besten Units der NFL gehört.

Aber genug Vorgeplänkel, gehen wir rein in die Preview:


Die wilde Achterbahnfahrt der Ravens

Wer schon mal im Europapark auf der SilverStar sass, der bekommt ein ganz gutes Bild vom Verlauf der Ravens-Saison. Zwei absolut überzeugende Siege, bei denen Lamar Jackson auf MVP-Niveau spielte stehen zwei haarsträubende Niederlagen gegenüber, bei welchen man bei beiden Spielen noch deutliche Führungen verspielte. Es ist also ein stetiges auf und Ab und genau deshalb sind die Ravens aus meiner Sicht relativ schwierig einzuschätzen. 

Offensiv ist das ganze vielleicht noch etwas einfacher einzuordnen. Hier scheint mir der Gameplan relativ klar zu sein, gerade jetzt wo ihr Starting Runingback J.K Dobbins wieder zurück ist. Die Ravens Offense baut ganz klar auf dem Rungame rund um Star-QB Lamar Jackson auf. Jackson ist ein unglaublich guter Runner und zusammen mit J.K Dobbins im Backfield ein unglaublich unberechenbares Duo, da du als Defense nie sicher sein kannst, wer den Ball erhält. Zudem wird Lamar Jackson auch als Passer immer gefährlicher, was ihn zu einem ziemlich grossem Problem für gegnerische Defensiven macht. Ihm Passspiel ist ganz klar der grosse Tight-End Mark Andrews die wichtigste Anspielstation für Jackson. Die Ravens verstehen es ziemlich gut, für Andrews gute Matchups zu kreieren, oft ist aber auch Andrews einfach zu gut für seinen Gegenspieler. Dass diese Jackson-Andrews Verbindung funktioniert ist allerdings von enormer Wichtigkeit für die Ravens, denn neben dem Top2 Tight-End findet sich nicht mehr viel Qualität im Ravens Receiving-Core. Der Rookie Receiver Rashod Bateman wird aufgrund einer Verletzung gegen die Bengals nicht auf dem Feld stehen können und so sind die weiteren Anspielstationen neben Andrews dann Namen wie Devin Duvernay und Demarcus Robinson. Beides sind sicherlich durchaus fähige Football-Spieler, gerade Duvernay konnte dies diese Saison schon 1-2 Mal beweisen, aber beides sind jetzt nicht Namen, welche gegnerischen Defensiven angstzustände bereiten.

Auf der anderen Seite des Balles können die Ravens eine starke Unit aufweisen. Gerade in der Passverteidigung hat Baltimore viele Starke Spieler. Mit Marlon Humphrey haben sie einen klasiischen Nr1 CB in ihren Reihen, dessen Augfabe es wohl sein wird JaMarr Chase in schach zu halten. Ihm gegenüber steht mit Marcus ein echter Veteran. Seine Zeit als Top Cornerback sind sicherlich hinter ihm aber so schnell wirst du einen Spieler mit dieser Erfahrung nicht aus der Ruhe bringen. Auch eine Reihe weiter hinten versteckt sich viel Talent. Als Saftey muss man da vor allem FS Marcus Williams ansprechen. In der Free Agency von den Saints gekommen hat er seinen Platz in der Ravens Secondary schnell gefunden und gehört definitiv zu den besseren Spielern auf seiner Position. Wenn wir noch kurz einen Blick auf die Dline der Ravens werfen, dann könnte vor allem die Rotation zum Problem werden. Die Starter in der D-Line haben alle sehr hohe Snap-Zahlen, was bedeutet dass sie viel auf dem Feld stehen. Wahrscheinlich vertraut man den Rotationsspielern einfach zuwenig, was dazu führt dass die Start immer zum Ende des Spiels recht erschöpft wirken. Dieser Umstand war sicherlich einer der Mitgründe wieso Baltimore zwei mal noch eine hohe Führüng hergeben musste.

Sind die Bengals back?

Die Bengals haben ihren 0-2 Start zu einem 2-2 umkrempeln können und doch sind bei weitem nicht alle Fragezeichen verflogen. Das Rungame ist nach wie vor abartig schlecht, die Offensive bringt ihren Motor nur teilweise zum laufen und die Defensive spielte in allen 4 Spielen eigentlich gegen BackUp Quarterbacks, es ist also sehr schwierig zu sagen, wo die Bengals tatsächlich stehen. Hierfür wird das Primetime Spiel gegen einen direkten Division Konkurrenten zum perfekten Gradmesser.

Gerade Offensiv bleiben die Bengals noch weit hinter ihrer Erwartungen zurück. Dies führte dazu das einige TV Experten ihren Frust loswerden mussten und Zac Taylor arg für den Offensiven Gameplan kritisierten. Die Kritik ist irgendwo berechtigt aber einfach in den Raum zu werfen, dass die Bengals Offensive einer High School Offense gleiche finde ich dann doch ziemlich daneben gegriffen. Klar ist, die Bengals müssen wege finden ihre Receiver freizubekommen. Sie sind die Essenz dieser Offensive, denn auf das Rungame ist momentan kein Verlass. Zudem muss man Wege finden, wie man gegen 2 hohe Safteys effizient sein kann. Viel zu oft stagnierte die Offensive komplett, wenn man mit dieser Coverage Struktur konfrontiert wurde. Das muss gegen die Ravens definitiv besser werden. Was auch endlich irgendwie einen Teil dieser Offensive sein muss ist das Laufspiel. Das Laufspiel erlebt in dieser NFL-Saison eine kleine Revolution, wird es doch wieder um so wichtiger, weil Defensiven eher dazu tendieren denn Pass möglichst gut verteidigen zu können. Ich erwarte von Joe Mixon und dieser O-Line keine Wunderstücke aber irgend eine Form von Lebenszeichen wäre schon schön. Zumal dir ein halbwegs effizientes Rungame wieder mehr Platz im Passpiel öffnen würde.

Die Defensive wird mit der grossen Aufgabe konfrontiert werden Lamar Jackson und das Ravens Laufspiel irgendwie im Zaun zu halten. Gerade von der D-Line dürfte virl abverlangt werden, da sie nicht nur schnell Jackson unter Druck setzten müssen, sie muss auch aufpassen das ihnen Jackson spät im Spielzug nicht plötzlich für 20yard davon Läuft. Für diese Aufgabe habe die Bengals mkt Sam Hubbard einen durchaus fähigen Spieler und auch die Linebacker werden ihn sicherlich so gut wie möglich dabei unterstützen. Leider dürfte sich aber gerade in diesem Spiel das verletzungsbedingte Fehlen von DJ Reader bemerkbar machen. Er war von enormer Bedeutung gegen den Lauf und konnte auch gegen den Pass immer wieder Druck machen. Für die Secondary gilt es vor allem irgendwie Mark Andrewd kalt zu stellen. Eine Aufgabe die nicht ganz einfach sein wird. Letzte Saison wurde oft CB Trey Flowers mit der Aufgabe betreut, die gegnerischen TE abzuschirmen und er machte seine Aufgabe bis anhin echt gut. Es dürfte aber auch wichtig werden, dass unsere Safteys aufmerksam spielen. Neben dem Passspiel, was klar auf Andrews ausgelegt ist, versuchen die Ravens auch immer mal wieder Tiefe Bälle. 

Alles in Allem sehe ich eine recht ausgeglichenen Partie auf uns zu kommen. Das macht mich zwar als Fan ziemlich nervös aber es verspricht dafür eine geile Partie zu werden. Wenn man schon Nachts um zwei für Football auftsteht, dan sollte man dafür nicht mit einem Grottenkick alla Colts vs Broncos bestraft werden.


Keys to Victory

QB Contain: Lamar Jackson in der Pocket halten und ihn zwingen uns mit seinem Arm zu schlagen und nicht mit seinen Füssen.

Mark Andrews: Defensiv es irgendwie schaffen, dass Mark Andrews nicht dauernd anspielbar ist.

Geduldig Spielen: Gerade Offensiv gilt es geduldig zu spielen und das zu nehmen, was und die Ravens Defense anbietet. Nicht versuchen auf zwang irgendwelche Pässe zu forcieren.


Who Dey 

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